Neubau und Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule, Lübeck

Die Schule aus den 50er Jahren sollte grundlegend erneuert werden. Die beiden Schulen - Grund- und Gemeinschaftsschule sollten in einem zweigeschossigen Neubau mit gemeinsamer Mensa konzentriert werden. Der 3. Bauabschnitt bestand dann aus der Dreifachsporthalle auf der Fläche der abgebrochenen Grundschule. Im Vergleich zur alten Schule hat die neue einen kompakten Grundriss. Von der zentralen Eingangshalle mit Mensa und Musikraum werden die beiden Flügel für Grund- und Gemeinschaftsschule erschlossen.

Aufgabe:

Neubau der 2zügigen Grundschule mit Ganztag, Mensa und Eingangshalle,
Neubau und Sanierung der 3zügigen Gemeinschaftsschule mit Fachklassenräumen und Verwaltung

Standort:

Lübeck

Auftraggeber:

Stadt Lübeck GMHL

 

Planungs- und Bauzeit:

ab 2016
2019 - 21 / 1. BA
2022 - 23 / 2. BA
2024 - 25 / 3. BA

Bruttogrundfläche:

ca. 7.150 m2

Bruttorauminhalt:

ca. 27.500 m3

Leistungen:

Leistungsphasen 1-9

 

Alle Flure der Schule verlaufen konisch. Wir haben dafür Nutzungskonzepte entwickelt. In der Grundschule sind es Spielangebote: Im EG gibt es Spielkuben, zum Flur hin zum Sitzen und Klettern, zum Ganztagsbereich Rückzugsnischen. Boulderwände laden ein zum alternativen Bewegen den Flur entlang. Im OG gibt es Balanciersteine und Sitzpodeste. In der Gemeinschaftsschule gibt es Platz für Selbstlernbereiche, Aufenthalts-Inseln, einen offenen Steh-Arbeitstisch für eine ganze Klasse, einen offenen Bibliotheksbereich und eine Sitztreppe, die als kleine Tribüne für unterschiedlichste Veranstaltungen genutzt werden kann. Mit der Brandschutzsachverständigen haben wir das Konzept der Nutzungseinheiten so optimiert, dass alle Flure bespielbar sind und eingerichtet werden können. Die Fluchttreppen aus den Nutzungseinheiten sind außenliegende Stahltreppen. Alle WCs sind Unisex, als Einzel-WCs den Klassen zugeordnet mit offenen Waschbereichen. Bereits im 1.BA wurde für die Barrierefreiheit ein Aufzug eingebaut. Im 2.BA blieb die Raumspange der NaWi-Fachräume und der Lehrküche im Bestand erhalten, Klassenräume und Verwaltung wurden in einer neuen Raumspange angebaut. Die Planung entstand deutlich vor Corona. Deshalb werden die Klassenräume noch natürlich gelüftet mit Lüftungsklappen zur Nachtauskühlung. Die Schule wird über Fernwärme beheizt. Das vorhandene Stahlbetonskelett wird mit einem neuen Stahlbetonskelett ergänzt. Nur aussteifende Wände sind massiv. Das Ziegeldach des zu erhaltenden Altbautraktes blieb erhalten, das Neubaudach wurde als Flachdach aus Trapezblech mit Gefälledämmung angeschlossen. Die Fassaden sind Holzrahmenelemente.

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